11.3. – 19.3.2013 Weiter in den Norden

Nach 2 Tagen Pause in einem wunderschönen weißen Haus in Westport mit weniger schönen oder erholungsfördernden nächtlichen Schnarchkonzerten unserer Hostelmitbewohner und einem Ausflug in ein etwas seltsames 3D -Kino, entschließen wir uns dazu die Stadt hinter uns zu lassen und der letzten Straße soweit wie möglich die Westküste entlang in den Norden zu folgen. Diese letzte mehr oder weniger befahrbare Strasse bringt uns nach Karamea, wo wir für einen Moment anhalten um das Meer zu bewundern – und promt im sandigen Untergrund stecken bleiben. Nach unzähligen unerfolgreichen Ausbuddel-Versuchen, bei denen sich die Reifen unseres treuen Autos immer tiefer in den Sand graben, kommt plötzlich Hilfe in Form von zwei Straßenarbeitern mit Abschleppseil angefahren und wir werden ohne viele Umschweife ruckzuck wieder auf festen Untergrund gezogen.
Über endlose kurvige Schotterpisten geht es weiter bis zu einem Campingplatz direkt am Meer und erleichtert parken wir mit Blick auf den weiten Horizont und machen uns nach einem kurzen Erkundungsgang daran uns etwas einzurichten. Doch nach einer halben Stunde müssen wir uns trotz 2 verschiedenen Insektensprays geschlagen geben – von oben bis unten mit Sandflies bedeckt treten wir die Flucht zurück über die Schotterpiste an. Nachdem wir unsere Fahrt nocheinmal unterbrechen müssen, weil eine komplette Rinderherde gemächlich vor unserem Auto die „Straße“ überquert, fahren wir den ganzen Weg zurück nach Greymouth und finden dort einen Freedom Campingplatz wo wir nach einem langen und anstrengendem Tag endlich unser Bett aufbauen können.
Am nächsten Tag ist das erste, was wir durch den Nebel sehen, ein Strafzettel über 200 NZD – in der Dunkelheit haben wir übersehen, dass man einen Aufkleber am Auto braucht, der bestätigt, dass mein seine eigene Toilette dabei hat. Nach dieses Ereignissen hat es uns erst einmal die Lust an der Westküste verdorben und so fahren wir über den Arthur’s Pass nach Christchurch um nochmals zum Kevin – Mobil aufzuholen und dort ein paar Nächte auf einem, dieses mal tatsächlich, freien Parkplatz direkt am Strand zu übernachten. Morgens werden wir von einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Meer oder den Kevins geweckt, die uns zu den besten Chai Lattes, die ich je getrunken habe, in einem kleinen Cafe abholen und in der Bücherrei direkt neben uns gibt es unbegrenzt freies Internet und Strom. So motiviert schaffen wir es sogar einmal am Strand joggen zu gehen und die Tatsache, dass es nur die Auswahl zwischen eiskalter Dusche und auch nicht viel wärmerem Meer gibt gerne hinzunehmen. Über Kaikoura und Blenheim geht es anschließend immer weiter in den Norden und durch die erfolgslose Suche nach einem freien Hostel in Picton und Nelson landen wir schneller als gedacht noch am gleichen Abend in Havelock und haben so innerhalb weniger Stunden die Nordspitze erreicht. Von den Gedanken an die wärmere Nordinsel angetrieben, machen wir uns am nächsten Tag schon auf den Weg Richtung Abel Tasman Park, unserem letzten Ziel auf der Südinsel. Doch der Wetterbericht der nächsten Tage steigert die Aussicht auf mehrere Nächte im Auto nicht besonders und so verkriechen wir uns erst einmal mit der zweiten Staffel Walking Dead in einem Hostel in Takaka und warten darauf, dass der Regen aufhört.

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