20.03. – 01.04.2013 von Takaka nach Paihia

Nach dem der Himmel sich endlich entschieden hat genug Wasser vergossen zu haben, machen wir uns auf den Weg zum Abel Tasman Park – natürlich ohne uns vorher zu informieren, denn auf der Südinsel gibt es sowieso oft nicht mehr als seine Straße und eines der braunen Schilder das den Weg zum Park weist, haben wir schon auf dem Weg nach Takaka entdeckt. Wir folgen dem Schild und landen auf einer unbefestigten Straße, einer Mischung aus Schotterpiste und festgefahrener Erde, die sich ohne sichtbares Ende nach unten schlängelt. Nach einigen Ausweichmanövern um nicht von freilaufenden Schafen, tiefliegenden Vögeln oder entgegenkommenden Autos abgedrängt zu werden, landen wir nach einer gefühlten Stunde auf einem Parkplatz am Waldrand.
Ein Schild versichert uns, dass wir tatsächlich den Abel Tasman Park gefunden haben und so entscheiden wir uns für einen der abgehenden Wanderwege und brechen auf. Nach zwei Schritten zwischen die Bäume befinden wir uns in einer anderen Welt. Der Wald wird durch hochgewachsene, schlanke Bäume in ein grau – grünes Licht getaucht, vereinzelt hört man Vogelstimmen und das entfernte Plätschern von Wasser, doch ansonsten ist es vollkommen still. Je weiter wir uns von dem Parkplatz entfernen, desto kälter wird es. Und das spiegelt sich in der ganzen seltsamen Atmosphäre wieder: wir befinden uns inmitten eiskalter Schönheit.
Einem weiteren Schild zu folge erreichen wir nach 50 Minuten laufen oder besser gesagt klettern über große Steine und kleine Felsbrocken eine gigantische Felswand, die zusammen mit übereinandergeschichteten Felsbrocken ein riesiges Loch umschließt.
Während wir Kekse essen und über den Abgrund schauen wird uns klar, dass wir uns möglicherweise doch über den Abel Tasman Park hätten informieren sollen, denn auch wenn das gigantische Loch ein interessanter Anblick ist, fehlt jede Spur von Karibik gleichen Buchten, weißen Sandstränden und Delfinen. Nach dem wir begreifen, dass wir bei den Inland Tracks des Abel Tasman Park gelandet sind beschließen wir, nachdem wir in der Nacht noch einen unglaublichen Sternenhimmel bestaunen können, am nächsten Tag nicht auf der Suche nach dem tatsächlichen Park herumzufahren, sondern uns auf den Weg zur Nordinsel und der Sonne zu machen.
Und tatsächlich bekommen wir noch spontan einen Platz auf der nächsten Fähre von Picton nach Wellington und legen noch am gleichen Abend auf der Nordinsel an.

Da die meisten Backpacker im März oder April das Land wieder verlassen um dem Winter in Neuseeland zu entkommen und in den Frühling zu Hause zu fliegen, ist unser nächstes Ziel nach einigen Tagen in Welligton Auckland, um noch möglichst viel für unser treues Auto zu bekommen. Ich kann meinen Augen kaum trauen, als wir uns Auckland nähern und die Straßen plötzlich 4 – spurig werden. Nach einem Monat auf Landstraßen und Schotterpisten erinnern uns die Straßen das erste Mal wieder entfernt an die Autobahnen zu Hause. Nach knapp 2 Wochen und einem Besuch des Hot Water Beach finden wir tatsächlich einen Käufer und nehmen den nächsten Bus Richtung Nordspitze. Obwohl es nach der Südinsel eine schöne Abwechslung war, sich wieder einmal in einer großen Stadt zu befinden und der Hafen mit all seinen gigantischen und wunderschönen Segelbooten uns immer wieder zum staunen gebracht hat und ich feststellen durfte, dass selbst der FergBurger in Queenstown noch zu toppen ist, freuen wir uns doch wieder der Hektik der Großstadt zu entkommen.

In Paihia, einem kleinen Ort an der Ostküste des Northlands in der Bay of Isands, gelingt uns das wunderbar. Obwohl uns der Regen auch hier nicht verschont, genießen wir eine Woche an dem wunderschönen rötlichen Sandstrand, segeln zwischen den Inseln hin und her, und lernen eine Menge netter Leute kennen, mit denen wir unser Gleichgewichtsgefühl auf der Slackline testen und unzählige runden Shithead spielen.

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2 Gedanken zu „20.03. – 01.04.2013 von Takaka nach Paihia“

  1. Fragt sich nur noch für nicht Insieder was es wohl mit shithead????? auf sich hat und warum an einem Zaun alte Schuhe hängen :)

    1. Shithead ist ein Spiel das eine der Bereicherungen sein wird die ich mit zu euch nach Hause bringen werde (: und die Kiwis haben wohl irgendwie eine Vorliebe dafür Dinge an Zäune zu hängen. Vorgestern sind wir an einem Fahrrad-Zaun vorbei gefahren.

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