Airlie Beach & Daydream Extreme

Nachdem wir die zwei holländischen angehenden Bänker / Pizzabäcker, die wir in Brisbane kennengelernt haben, auch in Noosa nicht abschütteln können, entschließen wir uns dazu, unsere Reise in den Norden zusammen anzutreten. Nach 16 Stunden Busfahrt ( in denen ich Jehan wieder einmal um die Fähigkeit beneide sich auf kleinstem Platz mehr oder weniger komfortabel zusammenrollen zu können ) erreichen wir Airlie Beach.

Für die meisten Backpacker ist Airlie Beach der Ausgangspunkt für eine der berühmten Segeltouren um die Whitsundays, wir beide entschließen uns aber spontan dazu unsere Einzigartigkeit auch hier auszudrücken, indem wir als einziges nicht Pärchen an einer Jetskitour teilnehmen und uns so einen weiteren großen Traum erfüllen. Nachdem unser Guide zum 20. mal voller Elan betont, dass wir eine EXTREME – Tour gebucht haben und die Wetterbedingungen unseren Ausflug noch spaßiger (für ihn oder für uns? ) machen werden, wird uns zwei absoluten Motor – Laien doch ein bisschen mulmig. Doch als wir 2 Minuten später an kleinen Inseln vorbei über das tiefblaue Meer rasen und uns Wasser und Fahrtwind ins Gesicht peitschen, während wir uns in die Kurven lehnen und wir über Wellen fliegen, können wir uns nicht vorstellen je wieder aufzuhören … bis wir plötzlich im hohen Bogen von unserem Gefährt geschleudert werden. Ist wohl doch was dran am „Frau am Steuer“ (aber immerhin haben wir nicht den ganzen Spaß verpasst, indem wir uns wie alle anderen hinter einem männlichen Fahrer vesteckt haben. )Trotzdem werden wir uns, während wir auf Daydream Island unsere Pause damit verbringen Nemo zu finden, einig, dass wir unser Geld für den Führerschein lieber für einen Jetski einsparen, auch wenn dieser Wunsch am nächsten Tag dank mordmäsigem Muskelkater ein kleines bisschen nachlässt. Aber aufsteigen würden wir sofort wieder.(:

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Fraser Island

Nach ein paar wenig ereignisreichen Tagen in Brisbane, in denen wir versuchen der Hitze zu entkommen in dem wir uns hauptsächlich im Pool aufhalten, erfolglos nach Arbeit suchen und mein iPad geklaut wird, entschliessen wir uns dazu uns eine drei tägige Tour nach Fraser Island zu leisten.

Mit dem Bus geht es am nächsten Morgen nach Noosa, wo wir den Rest unserer multi – kulti zusammengewürfelten Gruppe kennenlernen und einen ziemlich beängstigenden Film über die Gefahren beim Fahren im Sand zu sehen kriegen. So ermutigt steigen wir am nächsten Tag zum ersten Mal in unsere 4Rad Antrieb Fahrzeuge und machen uns auf den Weg zu der kleinen Fähre die zwischen Festland und der größten Sandinsel der Welt hin- und her pendelt und uns von Delfinen begleitet direkt ins Paradis bringt: glasklare Seen und Flüsse, die Wasser führen, das über tausende von Jahren durch unzählige Schichten Sand gefiltert und so zu reinem Trinkwasser wurde, dichte Jungel in denen Pflanzen wachsen, die uns erzählen könnten, wie die Dinosaurier wirklich waren und weite Sanddünen lassen uns die Dingos die während unseren Touren um uns herumstreifen gerne in Kauf nehmen. (Auch wenn so manches Gruppenmitglied an dieser Stelle lautstark protestieren würde (: )

Nachdem unsere 3 fahrwiligen Auto-Team-Mitglieder uns sicher durch die ersten Stunden Strand-Hüpelpisten- und Jungelfahrten bugsieren, lassen wir uns durch das wunderbar klare Wasser des Eli Creek treiben und werden von einer überwältigenden Aussicht vom Indian Head für das erklimmen des gigantischen Felsens belohnt. Weiße Sanddünen erstrecken sich kilometerweit, das Meer leuchet in strahlendem türkis bis tiefblau und bildet einen wunderschönen Kontrast zu dem orang-rot der Felsen. Der Ort strahlt eine solche Magie aus, dass es nicht schwer ist, sich vorzustellen wie die Aborigines auf den Steinen sitzen und Digeridoo spielend mit den vorbeiziehenden Walen kommunizieren.

Nachdem wir von diesem Moment so sehr in den Bann gezogen wurden, können wir uns nur schwer vorstellen, dass die Insel noch mehr zu bieten hat. Doch dann entdecken wir Lake Wobby, einen kleinen See, der dadurch entstanden ist, dass ins Meer fließendes Wasser von einer Sanddüne abgeschnitten wurde und zwischen sich scheinbar endlos erstreckenden weißen Sanddünen tiefgrün in der Sonne strahlt.

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6.1.2013 Blue Mountains

Mit italienischer, kanadischer und philippinischer Begleitung steigen wir nach 2 stündiger Fahrt hoch motiviert aus dem Zug um die Blue Mountains zu erobern… und landen erst mal im Supermarkt. Als schließlich die meisten mit Verpflegung und einige mit packungsweise Toastbrot eingedeckt sind, machen wir uns auf die Suche nach den blauen Bergen. Doch es dauert seine Zeit bis wir schließlich auf die gigantischen Riesen stoßen, die anders als erwartet nicht über uns in den Himmel aufragen, sondern in einer sich weit erstreckenden Schluchtenlandschaft versenkt sind. Glücklicherweise schaffen wir es die erste Seilbahnstation zu übersehen und so wandern wir im Schatten der Eukalyptusbäume die Schluchten hinab, anstatt uns nach einer Talfahrt den Berg wieder hochzuqälen. Trotzdem sind wir nach etlichen steilen Stufen und unzähligen Fotos an Aussichtspunkten so geschafft, dass wir erst einmal eine Pause einlegen. Nach italienischen 10 Minuten, philippinischen 2 Minuten und deutschen 30 Minuten Kriegsbemalung und Vesper/Toastpause geht es weiter vorbei an Wasserfällen, Steinhöhlen und überraschend vielen Deutschen zur (vorallem von philippinischer Seite lang ersehnten) Seilbahnstation. Nach ausgiebiger Inspektion des Souvenirshops ( und einigen Anläufen Jehan davon zu überzeugen, dass sie keinen Cowgirlhut braucht um am Strand Jillaroo zu werden) machen wir uns ( schlussendlich ohne Hut ) auf zur nächsten, wohlverdienten Pause.
Nachdem sie uns das Versprechen abgenommen haben, am nächsten Tag für ein zweites Abschieds – BBQ/Pastaessen zu unserem blauen Haus zu kommen, machen die 3 Jungs sich auf den Rückweg und wir genießen den Luxus einer erfrischenden Dusche in unserem Hostel für die Nacht. Vollkommen erschöpft aber glücklich fallen wir ins Bett und schlafen mit dem Gedanken an den berühmten Lolli Shop in den Blue Mountains ein, indem wir am nächsten Tag, unser durch den ausgeredeten Hutkauf eingesparte Geld, in alles was das (auf dem Papier erwachsenen -) Herz begehrt investieren.

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31.12.2012 HAPPY NEW YEAR!

Erdbeerchampagner trinkend warten wir mit erstklassigem Blick auf die beleuchtete Habour Bridge auf dem Boot von Freunden aus Sydney auf das große Feuerwerk um Mitternacht. Über uns stürzen sich Showflugzeuge vom Himmel und während wir Lasagne und Curry essen, fährt ein Boot beladen mit mehr oder weniger bekannten Promis an uns vorbei. Über der Brücke kreisen Helikopter für die Fernsehübertragungen und langsam aber sicher rücken die Uhrzeiger ( bzw die Digitalanzeigen, der auf unserem Boot eindeutig im Überfluss vorhandenen IPhones ) auf Mitternacht zu und die Plätze auf dem Habour werden mit allen Mitteln gegen Nachrücker verteidigt. Als dann schließlich das neue Jahr anbricht, explodiert der Himmel: blaue, grüne, rote und goldene Funken überall um uns herum und der vom Feuerwerk rot gefärbte Mond leuchtet in der Mitte. Silvester in Sydney – ein Einblick in das Luxusleben der Sydneysider.

Ein Happy New Year an alle zu Hause geblieben und alle in der weiten Welt verstreuten: auf das wir uns 2013 wieder sehen(:

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