New York – Die Stadt, die niemals schläft

Mein New York Erlebnis war aus mehreren Gründen eine ganz besondere Zeit: Die Tage in der Metropole waren der allerletzte Stopp meiner Weltreise. 8 Monate Abenteuer, Reisen und Freiheit gingen zu Ende. Gleichzeitig waren es die letzten Tage, die mich von zu Hause, von meiner Familie und meinen Freunden trennte. Es mischten sich also die Freude, noch einmal etwas Neues entdecken zu können und das Ende der Reise noch etwas verzögern zu können, mit der Vorfreude des Zurückkommens.

Der wichtigste Faktor für diese unvergessliche Woche, war aber definitiv, dass meine Mama und meine Oma den langen Flug von Deutschland auf sich genommen haben, um diesen letzten Abschnitt mit mir gemeinsam zu erleben. Nach dem ich 8 Monate lang mehr oder weniger einfach in den Tag „hineingereist“ bin, war es eine ganz schöne Umstellung für mich, auf meine durchorganisierte Mama zu treffen. (Schließlich war unser Aufenthalt auf wenige Tage begrenzt und es gibt soviel, das man nicht verpassen darf!) Kombiniert mit dem unermüdlichen Entdeckungsdrang meiner Oma (der sich nicht mal ansatzweise durch die unbeschreiblich drückende Hitze bremsen lies) war genau das aber der perfekte Weg um New York kennenzulernen.

collage-2016-01-29

Mein persönlicher Tipp Nummer 1 ist deshalb, mit diesen beiden wunderbaren Frauen nach New York zu reisen. Da sie jedoch nicht leihbar sind, tun es unter Umständen auch ein oder zwei oder drei Exemplare der eigenen Familie. Denn wer möchte nicht seine Oma voller Genuss in den ersten Burger ihres Lebens beißen sehen oder sich über den Ausdruck auf den Gesichtern kringelig lachen, wenn auf dem Times Square der erste halb nackte Cowboy zu singen beginnt?

Nummer 2 : Sich vor Abflug über die Temperaturen informieren und dementsprechend packen!!

Nummer 3: Eine Doppeldecker-Bus Tour mit Guide buchen. Selbst im Stau stehen ist in New York interessant. Besonders, wenn der Guide seine Touristen mit Ständchen bei Laune hält.

Nummer 4: Was man an Land noch nicht gesehen hat, bekommt man bei einer Bootstour über den Hudson River präsentiert. Zum Beispiel einen wunderschönen Blick auf die Skyline und die Freiheitsstatue.

Nummer 5: Zeit einplanen um einfach mal auf dem Times Square zu sitzen und Leute zu beobachten.

Nummer 6: Brooklyn zu Fuß erkunden.

Nummer 7: Sich ein Frühstück im Drehrestaurant The View im 48. Stock des Marriot Hotels am Time Square gönnen. Super Frühstücksbuffet, Super Aussicht.

Nummer 8: Vom „Top of the Rock“, dem Dach des Rockefellercenters über ganz New York blicken. Und sich vom Empire State Building beeindrucken lassen.

Nummer 9: Sich im Whole-Foods-Market am Columbus Circle mit allerlei Leckereien eindecken und im Central Park picknicken. (Übrigens auch ein toller Zufluchtsort vor der New Yorker Hitze)

Nummer 10: Durch den High-Line-Park schlendern. Alte Hochbahnschienen für Güterbahnen wurden in eine grüne Oase über der Stadt verwandelt.

 

Kurzurlaub in Rom : meine 10 Tipps für die ewige Stadt

Nummer 1: Sich in der Osteria Bonelli im Torpignattara Viertel  durch die Speisekarte schlemmen. Und das einmal ohne groß aufs Geld zu achten – denn in der kleinen Osteria (abseits der Touristenmassen) werden die köstlichen Gerichte nicht nur täglich neu zusammengestellt, sondern schonen auch noch den Geldbeutel.

Nummer 2: Zwischen den vielen Sehenswürdigkeiten eine Pause in der berühmtesten Eisdiele Roms einlegen : Das Eis bei Giolitti schmeckt einfach himmlisch. Sofern man sich zwischen den 100 hausgemachten Sorten entscheiden kann. (Mindestens 2 sollten es allerdings schon sein, sonst ist der Eisverkäufer gekränkt.) Preis: 2,50€ pro Waffel. Diese wird mit soviel Eis gefüllt wie nur irgendwie drauf passt.

Nummer 3: An einer Food-Tour teilnehmen. Eine Stadtführung, bei der man an jeder Ecke allerlei Köstlichkeiten probieren kann. Aber unbedingt noch Platz lassen für DIE perfekte Pizza. Diese wird am Ende unter dem kritischen Blick des italienischen Pizza-Bäckers selbst zu bereitet. Mmmhhhhh. Zum Beispiel bei Walks of Italy.

Nummer 4: Eigentlich könnten sich alle meine 10 Rom-Tipps um Essen drehen. Auch wenn mir nur beim Schreiben schon wieder das Wasser im Munde zusammenläuft, versuche ich mich zu beherrschen. Ein letzter muss allerdings noch sein: Einmal das Abendessen in einem überteuerten Touristenrestaurant ausfallen lassen. Stattdessen frischen Büffelmozzarella, hauchdünnen Parmaschinken und Basilikumcreme einpacken und (zum Beispiel auf der spanischen Treppe über dem Lichtermeer) picknicken.

Nummer 5: Die römischen Busse möglichst vermeiden. Es gibt ein S-Bahn-Netz und ein U-Bahn-Netz aus 2 Linien, die einen zumindest in die grobe Richtung transportieren. Ab da sollte man alles, was unter 30 Minuten Fußweg ist, auf jeden Fall laufen. Das Bussystem ist so unübersichtlich und auch die Busse stecken so oft im Verkehr fest, dass wir oft zu Fuß schneller am Ziel waren. Außerdem entdeckt man so viele interessante Gebäude und Gassen, an denen man sonst nie vorbeigekommen wäre.

Nummer 6: Ein Kettcar mieten und damit durch die Parkanlage Villa Borghese düsen.

Nummer 7: Nach dem Besuch des Phanteons (oder auch einfach nur so) eine Pause im Giardino degli aranci auf einem von Roms Hügeln einlegen und die Aussicht genießen.                                                         Danach unbedingt den Hügel noch ein paar Meter weiter hoch zum Piazza dei Cavalieri di Malta laufen. Hier befindet sich, in einem Tor auf der rechten Seite, das vermutlich berühmteste Schlüsselloch der Welt. Die Touristen in der Schlange vor uns diskutierten, wieso sie für ein simples Schlüsselloch so lange stehen sollten, doch nach dem ersten Blick durch „il buco“ verstummten sie alle.

Nummer 8: Über die Brücke Ponte Sant’Angelo schlendern.

Nummer 9: Falls du nicht an einer Food-Tour teilnimmst, erkunde den Markt auf dem Campo de‘ fiori auf eigene Faust. Du darfst dich auch so an vielen Ständen kostenlos (und ohne damit verbundene Erwartungen an dich) durchprobieren.

Nummer 10: Nach dem Trubel in der Großstadt ein oder zwei oder drei Tage in der kleinen Stadt Santa Marinella am Meer entspannen. (Mit dem Zug ab Rom Termini ca 50 Minuten)

Fernweh

3 1/2 Jahre ist es her, dass ich mit meiner besten Freundin im Schlepptau zu meinem großen Weltreise – Abenteuer aufgebrochen bin. Auch wenn wir nun beide studieren und schon lange wieder in Deutschland angekommen sind: Einmal mit dem Reisen angefangen, lässt einen die weite Welt einfach nicht mehr los.

Was wir während diesen 8 unvergesslichen Monaten alles so erlebt haben, kannst du unter der Kategorie  Weltreiseblog  nachlesen.

Momentan siegt der Alltag über die Planung des nächsten großen Abenteuers – und so versuche ich das Fernweh, so oft es geht, mit  kleinen Reisen zu besänftigen.  Die Berichte, Erfahrungen und Tipps dazu könnt ihr bald unter dieser neuen Rubrik nachlesen.

Liebe Grüße, eure Julia