30. – 31.10.2012 Von indischen Schnäppchen und königlichen Kostbarkeiten

Noch voller Freude über die Handelerfolge bei unserer ersten Tuk Tuk Fahrt betreten wir das India Emporium, ein Kaufhaus, das die Mitte des indischen Viertels in Bangkok bildet. Beim Betreten der schlichten Eingangshalle, in der schon die ersten Wühltische warten, wird der extreme Kontrast zum Siam Paragon deutlich: Schmutzig weiße Wände statt aufwändiger Dekoration und von unterbeschäftigten Angestellten, die immer wieder das gleiche Stück glänzenden Boden nachpolieren, keine Spur. Dafür leuchten aber wohin man sieht einladende Farben aus den Läden: Glänzende Seidenbahnen, Leinenstoffe in allen Farben, glitzernde Ketten, Taschen und mit Perlen besetzte Schuhe. Noch ein gravierender Unterschied: Hier kaufen die Menschen tatsächlich ein! Und auch wir machen ein Schnäppchen nach dem anderen – 2 Hosen, 2 Blazer und ein Paar Schuhe wandern in unsere Taschen und anschließend reicht das Geld sogar noch für eine Stärkung. Also geht es weiter zu den Essensständen, wo ich nach mehrmaliger Versicherung “ no, it’s not spicy, you’ll see “ todesmutig eine große Portion meines Currys in den Mund schiebe – und fast anfange aus den Ohren zu dampfen. Höllisch scharf. Doch glücklicherweise kommt auch schon meine Rettung um die Ecke: Jehan mit einem feuerlöschenden Mangolassi. Nach dieser Erfahrung will ich lieber gar nicht wissen was hier als „spicy“ empfunden wird…
Nachdem wir noch ein bisschen die mit Stoffrollen, Hochzeitskleid-Näh-Ständen und Echthaarperücken vollgestopften, engen Gänge des indischen Marktes unter die Lupe nehmen, geht es mit Tuk Tuk, Metro und Sky Train wieder zurück in unser Hostel.

Als wir am nächsten Tag aufwachen, ist es fast dunkel und nach einem Blick aus dem Fenster würden wir uns am liebsten wieder in unser Bett verkriechen: Der Himmel ist grau und es schüttet wie aus Kübeln. Doch mit dem Gedanken an den Wintereinbruch zu Hause treten wir auf die Straße – und genießen die angenehm kühlen 25 grad. Der Regen hat zur Folge dass sich der ganze Dreck der Straßen in Pfützen ansammelt und so alle ziemlich schnell durch das spritzende Wasser von oben bis unten dunkelgrau gesprenkelt sind. Doch wir lassen uns nicht von unserem Plan abbringen und machen uns zum zweiten Mal auf zum Pier. Von dort fahren wir mit dem Shuttelboot für umgerechnet 37 Cent zum Wat Po, dem Tempel der einen 46 Meter langen, liegenden Buddha beherbergt. Nachdem wir aus allen Perspektiven versucht haben den goldenen Riesen auf ein Foto zu bekommen, bestaunen wir im Museum vor dem Königspalast die gigantischen Abendkleider der thailändischen Königin.
Am Abend schaffen wir es endlich den sticky Rice mit Mango zu probieren – und sind begeistert. Der klebrige Reis erinnert an Milchreis, wird aber mit Kokosnussmilch zubereitet. Die Mango ist süß und so reif, dass sie im Mund fast davon schmilzt. Die Kombination schmeckt einfach genial und wir haben uns auf dem ersten Biss in diesen typisch thailändischen Nachtisch verliebt. Mmhhh…

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Ein Gedanke zu „30. – 31.10.2012 Von indischen Schnäppchen und königlichen Kostbarkeiten“

  1. Liebes julchen, wir sitzen gerade alle zusammen auf der fähre und fahren jetzt zum brunch in die seevilla. Haben ganz schön hunger. Leider gibt es dort keinen sticky rice aber dafür rührei!! Haben wieder deine spannenden blogeinträge gelesen!!!!
    Wünschen dir einen letzten guten tag in bangkok und grüßen dich ganz herzlich, ma, pa, jonas, oma und opa

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