8.4. – 14.4.2013 Von Sanddünen, heißen Quellen und eisigen Wasserfällen

Mit Jehan, die für unsere letzten 3 Wochen ins Land der Kiwis nachgeflogen kam, im Schlepptau, treten wir von unserem sonnigen Zuhause der letzten Woche aus eine Tagestour zum Cape Reinga, der Nordspitze Neuseelands an. Nach äußerst ausführlichem kōreo (maori für Gespräch) mit unserem stolzen Guide über die wunderbaren Bäume Neuseelands umarmen wir bei unserem ersten Stopp den größten Baum des Landes und noch allerlei anderes hochgewachsenes Gewächs, nur um sicher zu gehen genug Liebe von der Natur aufzusammeln.
Anschließend macht sich die Unsportlichkeit der Backpacker-Zeit unsanft bemerkbar, als wir uns langsam zur Spitze goldgelber Sanddünen quälen, um danach in Sekundenschnelle dem Boden auf unseren Body Boards entgegen zu „surfen“. Nachdem Jehan und Ich verständnislos zuschauen wie Flo wieder und wieder zur Spitze stapft und unsere Beine in der Sonne ausstrecken, geht es weiter zu einem wunderschönen Strand, an dem das im Sonnenlicht grün und blau funkelnde Meerwasser so klar ist, dass man den feinen Sand am Grund sehen kann.
Unser letzter Stop ist das Lighthouse von Cape Reinga, von dem man beobachten kann wie das Wasser des Pazifischen Ozeans auf die Tasmansee trifft oder in unserem Fall die Zeit für Fotos in Haka-Posen ( der traditionelle Tanz der Maori, der Unvorbereiteten ganz schön Angst einjagen kann ) nutzen, bevor wir am 90miles Beach entlang wieder Richtung Paihia brettern.

Am nächsten Tag verabschieden wir uns endgültig von der kleinen Stadt und fahren weiter nach Whitianga, wo wir eine ganze kleine Wohnung für uns haben und das erst Mal mit jeder Menge selbstpanierter Schnitzel feiern. So vollgestopft beschließen wir dem Hot Water Beach nochmal eine Chance zu geben ( der bei unserem letzten Besuch schon wieder von der Flut überschwemmt war ) und nehmen einen kleinen Shuttle Bus, der uns jedoch zu erst am Cathedral Cave ausspuckt. 45 Minuten auf einem Wanderweg, der grasgrüne Hügel, die an schweizer Land-Idylle erinnern von steinigen Felsen und einem unglaublichen Ausblick auf das tiefblaue Meer trennt, später, bringt uns Neuseeland einmal wieder zum staunen: Durch einen großen steinernen Bogen im Felsen gelangen wir zu einer kleinen Bucht mit weißem Sandstrand, in der das türkisblaue Meerwasser an zackig aus dem Wasser ragenden Kalksteinfelsen bricht. Die Sonne strahlt und bringt das aufgeschäumte Wasser zum glitzern.
Nach einer Schokomuffin – und Zehen-in-Sand-bohr-Pause an diesem wunderschönen Ort treten wir den Rückweg an und weiter geht es zum Hot Water Beach. An dem bei Ebbe breiten Sandstrand sprudelt an zwei Stellen heißes Quellwasser aus dem Boden und als wir den Strand erreichen ist er besiedelt von Menschen die mit kleinen Spaten im Sand stochern oder schon
eng aneinander gedrängt in ausgebuddelten Löchern im dampfenden Wasser sitzen. Wir betrachten einen Moment die absurde Situation und stürzen uns dann auf der Suche nach einem geeigneten Stückchen Strand ins Getümmel. Schließlich bauen wir gemeinsam mit zwei neuseeländischen Rentnern im Badeoutfitt einen flachen Pool direkt an einem kleinen Bach aus 60 grad heißem Wasser, das sich seinen Weg aus der Quelle ins Meer sucht und können so immer frisches Wasser in unser Becken leiten. Nach dem wir halb gar und von oben bis unten sandig sind und das Buddel-Event als absolut klasse erklärt haben, geht es mit Zwischenstopp bei einem Kiwi der uns mit zahlreichen Wein und Likörproben und Witzen überrumpelt zurück nach Whitianga.

Unser nächster Stop auf der Nordinsel ist Tauranga, wo wir wieder einmal auf die beiden Kevins treffen und uns zu 5. zu den Kaiate Falls aufmachen. Obwohl das Wetter es heute nicht gut mit uns meint springen wir von einem Felsen direkt neben dem Wasserfall in das eiskalte Wasser und wärmen uns anschließend mit den bis jetzt unübertroffenen Burgern bei Burger Fuel auf.

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Ein Gedanke zu „8.4. – 14.4.2013 Von Sanddünen, heißen Quellen und eisigen Wasserfällen“

  1. Liebe Julia
    Einmal mehr haben wir Deinen malerischen Reisebericht sehr genossen und konnten grad ein bisschen in die Schönheit der Landschaft eintauchen.
    Wir wünschen Dir weiterhin eine schöne, glückliche Reise und grüssen herzlich, Barbara und Fernando

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