9.10.2012 eine Minibusfahrt die ist lustig, eine Minibusfahrt die ist schön

Nach einem nächtlichen Ausflug zum WLAN des Hostels (war schön die Stimmen von zu Hause zu hören) quälen wir uns am nächsten morgen nur ungern aus unserem Bett. Dank der Aussicht der Hitze und dem Gedränge Bangkoks erst mal zu entkommen, fällt uns der Abschied von unserem Zimmer und dem 1-Sender-Fehrnseher allerdings nicht allzu schwer.
Erleichtert unsere Koffer nicht auf der Suche nach dem Hauptbahnhof durch die Straßen schleppen zu müssen, steigen wir in einen Mini-Bus, der uns direkt vom Hostel nach Hua Hin bringt. Die Klimaanlage funktioniert, wir haben Sitzplätze und können unser Gepäck im Auge behalten. Als wir dann noch zwei nette deutsche Mädels kennenlernen die mit uns fahren, sind wir begeistert. In 2 1/2 bis 4 Stunden ( jeder hat andere Auskünfte erhalten, was auch für den Preis gilt) werden wir unter Palmen am Strand sitzen und die Sonne genießen. Die nächste Unterkunft ist bereits gebucht, es kann also nichts mehr schiefgehen. Denkste.

Kaum 10 Minuten gefahren hält der Bus an und nach längerem hin und her müssen wir aussteigen. Der Busfahrer diskutiert mit mehreren anderen Thais – wir verstehen kein Wort. Schließlich werden wir mehr oder weniger darüber aufgeklärt, dass der Bus in eine andere Richtung fährt, weil es für dieses Ziel wohl mehr Fahrgäste gibt. Wir stehen also samt Koffern und Rucksäcken etwas ratlos am Straßenrand, bis wir schließlich auf zwei Taxis aufgeteilt werden, die uns zu einem großen Kaufhaus bringen. Dort wird uns gesagt, dass wir ein paar Minuten warten sollen. Ein Thai kommt auf uns zu, wedelt mit den Händen und läuft mit meinem Koffer los, uns bleibt also nichts übrig als ihm zu folgen. Wir warten weitere 10 Minuten bis ein anderer Minibus erscheint, der uns dann auch tatsächlich zu unserem Ziel bringt. Die Straße ist holperig oder hat Schlaglöcher – so genau können wir das nicht erkennen – und wir fliegen bei jedem Ruck ein Stück Richtung Decke. Als mein Handy klingelt, muss ich meinen Blick von den ominösen Fahrzeugen lösen die neben und vor uns über die Straße holpern. Schön deine Stimme in dem ganzen Chaos zu hören.

Als wir an einem Taxistand abgesetzt werden, sind wir heilfroh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, auch wenn uns die Hitze beim Aussteigen entgegenschlägt. Eine Straße weiter finden wir unser Hostel und für diesen Tag scheinen wir genug Überraschungen erlebt zu haben, denn hier gefällt es uns auf den ersten Blick.
Nach einem ersten Strandspaziergang und kurzem Besuch des Nachtmarkts ist der Tag auch schon fast wieder zu Ende.

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Jehan ist mittlerweile fast von meiner Backgammon-Leidenschaft angesteckt(:

Ein Gedanke zu „9.10.2012 eine Minibusfahrt die ist lustig, eine Minibusfahrt die ist schön“

  1. Liebe Julia, vielen Dank für Deine so anschaulichen Reiseberichte. Es ist ein Genuss sie zu lesen. Herzliche Grüsse aus dem sehr nassen Tägerwilen, hier regnet es ununterbrochen, Barbara. Liebe Grüsse auch an Jehan.

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