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24.4. – 30.4. 2013 Abschied vom Kiwiland

In nicht mal einer Stunde geht es für mich los zum Flughafen und es heißt Abschied nehmen vom Kiwiland. Im Moment liege ich noch auf meinem Bett im Yha in Auckland, indem wir so viele Nächte verbracht haben, weil wir auf unser Auto, den Bus oder wie jetzt auf einen Flug gewartet haben, und höre dem Schnarchkonzert von dem Kerl neben mir zu. Es ist nicht nur ein Abschied von Neuseeland, sondern auch vom Reisen mit Jehan, schlecht ausgerüsteten Hostelküchen, knarzenden Stockbetten, müffelnden und zerknautschten Klamotten und dem gesamten Dasein des freien, chaotischen und faszinierenden Backpacker-Daseins. Unsere Reise neigt sich dem Ende zu. Zumindest vorläufig. Flo ist gestern schon nach Fidji vorgeflogen, Jehan hat sich mit Zwischenstopp in Melbourne schon auf den Weg nach Hause gemacht und Jan, den wir hier zusammen mit dem zweiten Flo noch mal getroffen haben, ist ganz früh heute morgen in den Flieger nach Deutschland gestiegen. Bleibe nur noch ich, Mr. Sägewerk und ein Kopf voller Gedanken an die letzten Monate in diesem unglaublich schönen Land.

Von Wellington aus ging es weiter nach Waiheke Island, wo wir uns als Belohnung für die 12 stündige Fahrt erst mal ein richtig leckeres Abendessen in einem kleinen Beach – Restaurant gönnen, dass nur knapp von dem Frühstück am nächsten morgen (Frenchtoast mit Beeren und Eiern und Speck mit fast richtigem Brot) getoppt wird. Man, lassen wir es uns gut gehen. (:
Schneller als wir uns an die viel zu schmalen Betten gewöhnen können, geht es auch schon wieder zurück nach Auckland, eine Stadt, die nicht nur für uns zur Wartestadt geworden ist. Das ganze Hostel ist voll mit deutschen Backpackern, die darauf warten, dass der Tag ihres Abfluges näher rückt und da keiner mehr zu besonderen Aktivitäten motiviert ist, sitzen wir alle eigentlich nur noch an einem großen Tisch und diskutieren die absurdesten Themen von Überwachungsstaaten zu Geldscheinschriftarten. Die Highlights dieser letzten Tage bestehen aus mehreren „letzten“ Malen Essen im Burgerfuel und der großartigen Idee, alle Reste zusammen zuschmeißen und einen Nusskuchen zu backen.

Jetzt geht es also los, zum letzten Teil der Reise. Danke, meine liebe Jehan, dass wir das tatsächlich zusammen durchgezogen haben – Vom Tellerspülen, Eis verkaufen,
Kosten kalkulieren und Reiserouten planen, zu der wirklichen Umsetzung unserer „kleinen“ Weltreise. Danke, für diese ganzen verrückten, unglaublichen und einfach unbeschreiblichen Momente, die wir zusammen erlebt haben und sicher nicht so schnell vergessen werden.

Und auch wenn es eigentlich noch 4 Wochen zum tatsächlichen Ende dieser Reise sind, möchte ich mich, weil jetzt doch der größte Teil, das Backpacker-Leben, zu Ende geht, bei allen bedanken die mich/uns auf Teilen dieser Reise begleitet haben und sie dadurch zu dieser unvergesslichen Erfahrung gemacht haben. Vor allem natürlich auch bei dir, Flo, für die Momente, die schon vorbei sind und für die, die in Hawaii noch kommen werden und bei allen zu Hause, die diese Reise erst möglich gemacht haben, mich unterstützt haben und durch die ich immer ein kleines Stückchen zu Hause dabei hatte.

Jetzt aber genug der Sentimentalität, los geht’s zum Flughafen, der Sonne entgegen.

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