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24.12. – 27.12.2012 weiße Weihnachten am Strand

Irgendwie will einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen, wenn man in T-shirt und kurzer Hose am Strand entlang läuft und so beschließen wir wenigstens ein paar Plätzchen zu Backen. Leider stellt sich heraus, dass auch das leichter gesagt als getan ist, denn in diesem Haus hat niemand eine Waage. Generell scheinen die Australier nicht besonders backfreudig zu sein, sie haben ja ihre BBQs – Warum also lange in der Küche stehen?
Doch selbst als wir schließlich von einer sehr freundlichen Nachbarin, die sich ziemlich über unser Backvorhaben amüsiert, australische Cups zum abmessen der Zutaten auftreiben und das deutsche Rezept mehr oder weniger genau umrechnen können und sogar “ in der Weihnachtsbäckerei“ anhören und Kerzen anzünden, bleibt es irgendwie seltsam Weihnachtsplätzchen im Hochsommer zu Backen und als die Plätzchen schließlich auch noch im GasHerd anbrennen, geben wir uns geschlagen und gehen lieber nochmal eine runde Surfen.
Am Abend des 24. versuchen wir es noch einmal indem wir für unser Weihnachtsessen in ein deutsches Restaurant gehen, doch auch wenn das Essen wirklich lecker schmeckt, lässt die Cornflakes-Panade des „Wiener Schnitzels“ und der warme Kartoffelsalat uns ein kleines bisschen dem Fleischfondue bei mir zu Hause und den Würstchen und Kartoffeln bei Flo nachtrauern. Aber auch nur solange, bis wir uns nach dem Essen am im Dunkeln weiß leuchtenden Strand über ein Schokoladen-Brownie-Karamell-Eis von Ben & Jerry’s hermachen. (:
Die berühmte Weihnnachts-BBQ-Schlacht am 25. fällt leider Wort wörtlich ins Wasser, denn am Christmas Day schüttet es in Strömen und so verbringen wir den Feiertag mit deutschen Filmen und von zu Hause angekommener Schokolade in unserer Wohnung.

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16.12. – 23.12.2012 Bondi Beach

Bondi Beach: Der Strand der Schönen und Reichen, Surfangefressenen und braungebrannten Athleten, aber gleichzeitig auch der Strand der sonnenverbrannten Touristen, Fast Food- essenden Jugendcliquen, mit Strandmuscheln beladenen Familien und Poker spielenden Rentnern. Vor allem ist es aber der Strand an dem ich dich endlich wieder habe.

Am 16. Dezember bin ich so hibbelig, dass ich viel zu früh in den Bus zum Flughafen steige. Und weil die wichtigen Flugzeuge irgendwie immer zu spät ankommen, als würden die Piloten die Spannung vor dem Wiedersehen extra noch mehr ausreizen wollen, stehe ich mit meinem Rucksack beladen so lange in der Ankunftshalle herum, dass ich fast vor Ungeduld platze. Als ich meinen Freund dann nach fast 3 Monaten endlich wieder in die Arme schließen kann, kommt es mir vor, als ob die Zeit stehen bleiben würde. Tut sie aber natürlich nicht und so werden wir auch schon von der Gepäckwägen schiebenden, schnatternden Menge zum Ausgang gedrängt.
Während wir darauf warten, dass wir unsere Wohnung in einem wunderbar niedlichen blauen Haus für die nächsten zwei Wochen beziehen können, machen wir uns auf zum 2 Minuten entfernten Strand und sind erst mal von dem oben beschriebenen Publikum geschockt, dass Sonntags in allen Varianten jeden Meter des Sandstrands bedeckt.
Die nächsten Tage verbringen wir mit Ausflügen zur Habour Bridge und nach Manly, damit an unseren mittlerweile profigleichen Surffähigkeiten (naja fast) zu arbeiten und festzustellen, dass unsere Kartoffelsalatergebnisse trotz größter Anstrengungen mangels festkochender Kartoffeln einfach nicht wie der von Oma schmecken will. ( Jetzt wo bald Weihnachten ist, kommt eben doch kein BBQ an das Essen von zu Hause heran )
Da sich unsere Tiersichtungen leider immer noch auf komische Vögel mit kahlen Köpfen (bei mir in Sydney) und Schafe (in Neuseeland bei Flo) beschränken, machen wir uns, fest entschlossen ein Känguru in Australien zu finden, auf zum Wild Life Zoo.
Auch wenn wir die meisten Tiere nur in ihren Käfigen beim Nichts tun beobachten können, sind wir fast ein wenig stolz, als wir unseren ersten Koala entdecken und ein Walabi direkt neben uns vorbeihüpft. Und immerhin können wir jetzt sicher sein, dass wir ein Känguru erkennen, wenn es uns über den Weg läuft(:

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