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26.01. – 06.02.2013 Cairns

Hat irgendjemand ein Trapez Größe M? Ich dachte, dass L bei ihrer Länge passt, aber sieht so aus als ob ich mich getäuscht habe, sagt der Kerl der hinter mir sitzt und zupft an den Gurten die über meine Schultern rutschen. Wird schon irgendwie passen, meint er und schaut todernst in die Runde. Ich sitze eingeklemmt zwischen 11 anderen Leuten in einem winzigen Flugzeug dass bedrohliche knattert während die Häuser unter uns immer kleiner werden. Mir ist klar, dass die Trapeze Einheitsgröße sind und bin irgendwie ganz froh, dass ich einen Instruktor erwischt habe, der pausenlos versucht mich zu verwirren, so habe ich wenigstens keine Zeit mir Gedanken darüber zu machen, dass wir 14000ft über dem Boden sind und das einzige was uns im Moment noch vor dem freien Fall trennt ein Rolltor ist. Bevor ich mich über den schlechten Witz beschweren kann,bin ich schon fest mit ihm vergurtet. Jetzt wird es ernst. Keine Möglichkeit mehr zu fliehen, grinst er und schiebt mich einfach zur Kante des Flugzeugs. Ich bin noch am überlegen, ob ich runterschauen soll oder nicht, da fallen wir auch schon mit 200km/h dem Boden entgegen. Nach den ersten paar Sekunden geniesse ich nur noch dieses wahnsinnige Gefühl und dann ist es schon vorbei. Der Fallschirm öffnet sich und langsam gleiten wir wieder zurück zum Boden. Jehan landet neben uns und wir können gar nicht mehr aufhören zu lachen. Wir sind ernsthaft aus einem Flugzeug gesprungen.

Die nächste Herausforderung lässt nicht lange auf sich warten. Obwohl wir beide nicht besonders Fischbegeistert sind, wollen wir uns zum Great Barrier Reef wagen. Gesagt, getan. Mit einer Unterwasserkamera bewaffnet und den zwei Holländern als Verstärkung nehmen wir an einem Reef Cruise teil. Mit Stingersuit, Flossen und Schnorcheln ausgestattet, lassen wir uns ins Wasser fallen und finden uns in einer anderen Welt wieder. Zwischen Korallen und Wasserpflanzen schwimmen orangene, lilane, blaue, grüne und Regenbogenfarbene Fische. Alles was man hört ist das Geräusch der größeren Fische, wenn sie an den Korallen „kabbern“ und ein weit entfernetes Blubbern. Wir finden Nemo und Dori, die an uns vorbei schwebt und Schwärme schwarzer Fische fliegen durch das Wasser. Durchsichtige Quallen glitzern in Sonnenstrahlen und plötzlich gleitet ein gigantischer Fisch an mir vorbei, der aussieht als ob er Jehan mal eben so verschlucken könnte. Es gibt Fische, die so bunt leuchten, dass man sie meterweit sieht und andere, die sich genau an ihre Umgebung angepasst haben und plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Es ist schwer aus dieser verzauberten Welt wieder aufzutauchen, doch das Buffet an Board lockt uns Backpacker nach Wochenlangem Nudel essen doch zu sehr und wer wird sich denn ein kostenloses Glas Goon entgehen lassen wollen?

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17. – 19.10.2012 Koh Phangan: Eidechsen, Elefanten, Fische & Co

Am Pier von Koh Phangan angekommen, wagen wir todesmutig den Versuch unser Hostel auf eigene Faust zu finden und lassen uns auch von Prophezeiungen unzähliger Taxifahrer, wir würden uns nur hoffnungslos verlaufen, nicht aufhalten. Nach einigen Minuten und verschiedenen Diskussionen darüber, ob die Beschreibung rechts-links-rechts oder doch links-rechts-links lautete, oder es sich dabei gar nur um eine Verwirrungstaktik der Taxifahrer handelte, um doch noch mit uns ins Geschäft zu kommen, hat sich unsere Überzeugung zu Fuß zu gehen schon herumgesprochen und so werden wir Stückchenweise von vor sich hin grinsenden Taxifahrern begleitet. Nachdem uns dann auch noch ein englischer Motorradfahrer dringend rät unsere Suchaktion abzubrechen, ist unser Triumph, trotz sengender Hitze, noch größer, als wir kurz darauf ein großes Schild unserer neuen Unterkunft entdecken.

Als wir schließlich unseren weiß-grünen Bungalow bezogen haben, kommen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: wir haben einen traumhaften Blick aufs Meer, einen Pool und eine Strandbar, die nur darauf wartet am Abend ausprobiert zu werden. Das Essen schmeckt lecker und außer ein paar Herzstillständen durch Eidechsen im Mülleimer finden wir tatsächlich nichts was unseren prüfenden Blicken nicht standhält.

Den nächsten Tag verbringen wir damit ausgiebig im Pool zu baden, vor Regenschauern zu flüchten und nichts zu tun.
Um die dadurch erlangte Erholung gleich in Energie umzusetzen, buchen wir eine Tour und werden am darauffolgenden Tag zusammen mit den Mädels aus dem Minibus in Bangkok, die wir hier wieder getroffen haben, direkt am Hostel aufgesammelt.

Bevor wir uns großartig Gedanken machen können, dass unsere einzigen Erfahrungen darin bestehen in einem Schlauchboot im Kreis zu dümpeln und mit Kanus nach 2minütiger Fahrt im Gewitter zu landen, sind wir auch schon auf dem Weg zum ersten Programmpunkt: Kajak fahren. Und zu unserem großen Erstaunen sind wir gar nicht schlecht darin und führen völlig unbeabsichtigt plötzlich die Kajak-Gruppe an.
Um danach über schmerzende Arme nachzudenken bleibt keine Zeit, denn schon folgt Programmpunkt 2: Die Besichtigung eines knallbunten chinesischen Tempels. Anschließend werden wir mit einem der bunten Holzboote zu dem im Meer liegenden Programmpunkt 3 gebracht: Etwas unschlüssig betrachten wir die ausgeteilte Schnorchelausrüstung und die durch Toastbrot angelockten Fischschwärme. Doch dann überwiegen die Neugier und die Aussicht auf eine Abkühlung über die Angst vor Viechzeug im Wasser und wir wagen den Sprung.
Eine kurze Verschnaufpause am Bottlebeach später benötigt es neben dem Bootsführer noch die Kraft unseres Guide um uns durch die Wellen zurück an Land zu steuern. Nach dem Mittagessen in einem Elefantenpark geht es weiter Zum Phaeng Noi Waterfall – beziehungsweise zum Phaeng No Waterfall, denn der versprochene Wasserfall stellt sich als ein kleines Rinnsal heraus, denn man ohne Probleme dort, wo eigentlich Wasser strömen sollte, herauf klettern kann. Doch zumindest der angepriesene Ausbllick über Koh Phangan hält was unsere Guides versprechen – ein atemberaubender Blick über die palmenübersäte Insel und das weite Meer.

Kajak fahren Koh Phangan

Schnorcheln Koh Phangan

chinesischer Buddha in Thailand