Schlagwort-Archiv: Koh Phangan

20. – 24.10.2012 Von Farbexplosionen zu grauer Durchgangsstadt-Langeweile

Nach langem Zögern ob wir uns den Trubel wirklich antun wollen, überzeugt uns schließlich ein Angebot unseres Hostels: Free Bodypaint. Der Versuchung mit Neonfarben herum zu panschen können wir einfach nicht widerstehen und so machen wir uns mit den 2 deutschen Mädels als Verstärkung, von oben bis unten bemalt, auf zu einer der berüchtigten Halfmoonpartys Thailands. Der Schock über den Eintrittspreis von 500 Bath ( umgerechnet 12,50€ ) ist schnell vergessen, als wir das mit Schwarzlicht ausgeleuchtete Gelände betreten: von überall leuchten knallbunte Neonfarben und bunte Lichter. An den Seiten wird neben Essen und bunter Kleidung auch ein Anmal-Service angeboten, doch unsere Kunstwerke können gut mit den 200 Bath teuren Motiven mithalten. (Finden wir zumindest, und durch den Spaß beim selber anmalen sind unsere Bilder fast noch wertvoller(: ) Die Tanzfläche, an deren Seite Männer mit nacktem Oberkörper brennende Stäbe durch die Luft wirbeln, füllt sich schnell mit kunterbunten und schrillen Leuten, die sich alle zu den gleichen Beats bewegen. Obwohl reichlich Alkohol und Mushroomshakes ( einer der absurden Kontraste in Thailand: Drogenbesitz wird mit der Todesstrafe bestraft, doch die Pilze kann man überall bekommen) fließen, ist überhaupt keine Aggressivität zu spüren und wir werden schnell Teil der wirbelnden Menge. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich und die von der tanzenden Masse verbreitete Stimmung ist einfach ansteckend. Als wir schließlich mit einem Stück kalter Pizza und einer gratis CD des Festivals das Gelände verlassen und uns in eines der Pickup-Taxis quetschen, sind wir uns einig: Der Abend hat sich absolut gelohnt.

Als wir uns am nächsten Tag mit vielen anderen Wartenden unter eine Plane am Pier von Koh Phangan drängen und versuchen dem Regen zu entkommen, sind die Spuren der Party deutlich: Bunte Farbspritzer, Armbänder, Schrammen und die Neon-Fetzen derjenigen, die die Nacht durchgefeiert haben.
In der Fähre Richtung Surat Thani müssen wir uns bei Koh Samui dieses Mal endgültig von den beiden Mädels verabschieden (war schön mit euch (: ) und verbringen noch 2 weitere Stunden auf der, zwischen den Wellen bedenklich schaukelnden und knarrenden Fähre, bis wir am Hafen angekommen hektisch in einen Reisebus nach Surat Thani gescheucht werden.
Dort angekommen, weiß irgendwie niemand der Infotruppe so recht was mit uns anzufangen ist, da scheinbar niemand begreifen will, dass wir hier 2 Nächte bleiben wollen. Nach dem wir einige Male hin- und her geschickt wurden, werden wir schließlich mit einem Mini Bus zu unserer Unterkunft bugsiert und begreifen so langsam, warum die Stadt nur als Durchgangsstadt gilt. Touristen scheinen hier noch eine seltene Art zu sein, die Läden haben um halb 6 abends schon fast alle geschlossen, unser Klo hat keine Spülung und nachdem sich unser einziger Erfolg bei der Essenssuche als frittierte Eier herausstellen, machen wir Bekanntschaft mit höllisch scharfem thailändischen Tiefkühlessen, das direkt im Supermarkt aufgewärmt wird.

Halfmoon Party Bemalungen
Unsere Kunstwerke auf den Beinen im dunkeln(:

17. – 19.10.2012 Koh Phangan: Eidechsen, Elefanten, Fische & Co

Am Pier von Koh Phangan angekommen, wagen wir todesmutig den Versuch unser Hostel auf eigene Faust zu finden und lassen uns auch von Prophezeiungen unzähliger Taxifahrer, wir würden uns nur hoffnungslos verlaufen, nicht aufhalten. Nach einigen Minuten und verschiedenen Diskussionen darüber, ob die Beschreibung rechts-links-rechts oder doch links-rechts-links lautete, oder es sich dabei gar nur um eine Verwirrungstaktik der Taxifahrer handelte, um doch noch mit uns ins Geschäft zu kommen, hat sich unsere Überzeugung zu Fuß zu gehen schon herumgesprochen und so werden wir Stückchenweise von vor sich hin grinsenden Taxifahrern begleitet. Nachdem uns dann auch noch ein englischer Motorradfahrer dringend rät unsere Suchaktion abzubrechen, ist unser Triumph, trotz sengender Hitze, noch größer, als wir kurz darauf ein großes Schild unserer neuen Unterkunft entdecken.

Als wir schließlich unseren weiß-grünen Bungalow bezogen haben, kommen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: wir haben einen traumhaften Blick aufs Meer, einen Pool und eine Strandbar, die nur darauf wartet am Abend ausprobiert zu werden. Das Essen schmeckt lecker und außer ein paar Herzstillständen durch Eidechsen im Mülleimer finden wir tatsächlich nichts was unseren prüfenden Blicken nicht standhält.

Den nächsten Tag verbringen wir damit ausgiebig im Pool zu baden, vor Regenschauern zu flüchten und nichts zu tun.
Um die dadurch erlangte Erholung gleich in Energie umzusetzen, buchen wir eine Tour und werden am darauffolgenden Tag zusammen mit den Mädels aus dem Minibus in Bangkok, die wir hier wieder getroffen haben, direkt am Hostel aufgesammelt.

Bevor wir uns großartig Gedanken machen können, dass unsere einzigen Erfahrungen darin bestehen in einem Schlauchboot im Kreis zu dümpeln und mit Kanus nach 2minütiger Fahrt im Gewitter zu landen, sind wir auch schon auf dem Weg zum ersten Programmpunkt: Kajak fahren. Und zu unserem großen Erstaunen sind wir gar nicht schlecht darin und führen völlig unbeabsichtigt plötzlich die Kajak-Gruppe an.
Um danach über schmerzende Arme nachzudenken bleibt keine Zeit, denn schon folgt Programmpunkt 2: Die Besichtigung eines knallbunten chinesischen Tempels. Anschließend werden wir mit einem der bunten Holzboote zu dem im Meer liegenden Programmpunkt 3 gebracht: Etwas unschlüssig betrachten wir die ausgeteilte Schnorchelausrüstung und die durch Toastbrot angelockten Fischschwärme. Doch dann überwiegen die Neugier und die Aussicht auf eine Abkühlung über die Angst vor Viechzeug im Wasser und wir wagen den Sprung.
Eine kurze Verschnaufpause am Bottlebeach später benötigt es neben dem Bootsführer noch die Kraft unseres Guide um uns durch die Wellen zurück an Land zu steuern. Nach dem Mittagessen in einem Elefantenpark geht es weiter Zum Phaeng Noi Waterfall – beziehungsweise zum Phaeng No Waterfall, denn der versprochene Wasserfall stellt sich als ein kleines Rinnsal heraus, denn man ohne Probleme dort, wo eigentlich Wasser strömen sollte, herauf klettern kann. Doch zumindest der angepriesene Ausbllick über Koh Phangan hält was unsere Guides versprechen – ein atemberaubender Blick über die palmenübersäte Insel und das weite Meer.

Kajak fahren Koh Phangan

Schnorcheln Koh Phangan

chinesischer Buddha in Thailand