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30.04. – 02.05. 2013 Auckland – Fidji – Oahu

Am Flughafen in Fidji angekommen, ist das Erste, was ich in Jeans und Fliespulli bemerke, die enorme Hitze, die mir entgegenschlägt, als wir alle nach einander aus dem Flugzeug klettern. Da ich eigentlich nur auf einen Anschlussflug warte, stelle ich mich in die Schlange vor dem Transitschalter – Der unbesetzt ist. Es ist warm und stickig, die Schlange wird immer länger und nichts tut sich. Nach dem ich mich mit einem aufgebrachten Rentnerehepaar unterhalten habe, das kurz davor ist den nächsten Flug zu verpassen, beschliesse ich kurzerhand, mich einfach in der Schlange zum Zoll anzustellen. Da der Flug nach Honolulu erst am späten Abend geht, bleibt genug Zeit, um den irgendwo am Flughafen wartenden Flo zu finden. Immerhin sitzen wir für die nächste Flugetappe in der selben Maschine. Auch wenn ich darauf hingewiesen werde, dass die „Einreise“ nach Fidji mein eingechecktes Gepäck automatisch auschecken wird und sich dadurch das Ganze etwas verkomplizieren wird, erweist es sich doch als die richtige Entscheidung, als mir ein netter Flugzeugmitarbeiter in langem Rock versichert, dass er sich persönlich darum kümmern wird, dass mein Gepäck doch durchgecheckt bleibt, während im Hintergrund 3 ältere Männer auf Ukulelen spielen und ich Flo in der kleinen Arival-Halle entdecke.

Um 24 Uhr geht unser Flug nach Honolulu und als wir nach knapp 4 Stunden zu einem technischen Stopp auf Christmas Island landen, habe ich das Gefühl kein Auge zugetan zu haben. Durch die Zeitverschiebung ist es schon hell, als wir mit unserem Handgepäck aus der Maschine steigen und eine Stunde an einer kleinen Hütte warten müssen, während das Flugzeug betankt wird. Um uns herum gibt es nichts außer Palmen und der schmalen Landebahn und wir sind froh, als wir auf einem etwas fadenscheinigen Zettel abgehakt werden und wieder in das Flugzeug steigen, um noch ein bisschen zu schlafen.

In Honolulu angekommen, müssen wir uns als erstes wieder an einer der langen Schlangen für Ausländer anstellen. Jetzt kommt sie also, die gefürchtete Einreise in die USA. Außer der Wartezeit entpuppt sich diese aber als absolut harmlos: Mir werden alle Fingerabdrücke abgenommen, ein Foto wird gemacht und einen schöner Aufenthalt gewünscht und schon bin ich durch. Die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau und alle Flugzeugmitarbeiter und der Busfahrer, der uns zu unserem Hostel bringt, tragen Hawaiihemden.

Unsere 2 Tage auf Oahu verbringen wir in einem kleinen Hostel, das strickt nach Männlein und Weiblein getrennt ist. Für meine female „Abteilung“ gibt es einen besonderen Türcode und alle Betten der 4 Schlafsäle sind rosa bezogen. Sogar der Rahmen des Spiegels und die Seife im Badezimmer sind rosa. Flo findet seine in blau gehaltene Abteilung auch etwas seltsam und so machen wir uns erst mal auf den Weg nach Waikiki.

Waikiki Beach strahlt auf seine eigene Art eine faszinierende Atmosphäre aus.  Longboards in allen Farben bilden eine Gasse zu dem hellblau schimmerten Meer. Am weißen Sandstrand entlang versuchen sich die Luxushotels in Größe und Pracht zu übertrumpfen und irgendwo zwischen den reichen Touristen spielt jemand Gitarre. Ich kaufe einem hawaiianischen Mädchen eine Blumenkette aus echten duftenden Blüten ab und im weichen Sand sitzend beobachten wir die Menschen um uns herum. Ein kleiner Junge schreit vor Vergnügen, als er zusammen mit seinem Dad eine Welle entlang surft, ein Mann mit Metalldetektor stapft zwischen den eng aneinander liegenden Handtüchern umher und gedämpft hört man die Geräusche der kleinen Strandbar hinter uns, während der rote Schein der langsam untergehenden Sonne sich in den Fensterfronten der Hotels und in den brechenden Wellen verfängt.
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